Hans Neff, Mühlstatt 1017, 9107 Urnäsch Tel. 071/364 24 13 sandra.weber3@bluewin.ch |
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Holzmodel
Rezept für feine Anisguetzli: "Richtige Anisguetzli herzustellen ist eine hohe Kunst-alles muss genau stimmen!". Ungeachtet dieser Aussage lässt sich dieses feine Gebäck auch leicht selber, das ganze Jahr über, herstellen. 220 gr- 250 gr Ei / ca. 4 Eier 1 Pr. Salz 500 gr Puderzucker 4-5 Tr. Anisoel oder 1 El geröstete Anissamen 500 gr Weissmehl Alle Zutaten sollten die gleiche Raumtemperatur haben (am Abend vorher in der Küche bereit stellen). Zuerst wird das Ei, das Salz und der Puderzucker mit dem Mixer schaumig gerührt (ca. 7-10 min). Dann kommt Anis oder Anisoel dazu. Zuletzt wird von Hand das Mehl dazugefügt. Nicht zu fest kneten; nur sanft bis der Teig homogen zusammen hält und eine gleichmässig weiche Kugel entsteht. In eine Schüssel geben und zugedeckt 10 min an der Kälte ruhen lassen. Dann sofort Portionenweise verarbeiten. Chräbeli: ca. 1-2 cm dicke Rollen formen, etwas flachdrücken und dann einschneiden (drei Einschnitte, der vierte Schnitt ist durchgehend, wieder drei Einschnitte, wieder durchschneiden...). Auf ein Blech mit Backpapier leicht gekrümmt die feuchten Gutzlis setzen an einem warmen, zugfreien Ort und über Nacht (12-24 Stunden) antrocknen lassen. Anisguetzli: will man schöne Modelabdrücke fertigen, wird ein Teil des Teig ausgewallt (immer gleich dick), mit wenig Mehl bestäubt und die Motive können dann hineingedrückt werden. Hat man grössere Motive, lege ich das Model auf den Tisch und drücke vorsichtig den bemehlten Teig hinein. Die Motive werden dann entweder mit einem Teigrädli ausgerollt oder mit einem Ausstecher in geeigneter Grösse ausgestochen. Die Guetzlis auf ein Blech mit Backpapier legen und über Nacht (12-24 Stunden) trocken lassen. Hat ein Holz-Model einmal am Teig gegeklebt, kann man die angeklebten Teigreste mit einer sauberen tockenen Bürste abbürsten und muss dann den Model trocknen lassen. Nachher kann man einen neuen Versuch wagen. Es ist schon etwas Erfahrung und Gefühl dahinter, wieviel Mehl (bei zu wenig klebt der Teig, bei zuviel verschwindet das Motiv) es benötigt. Vor dem Backen wird das restliche Mehl abgepinselt. Alle Varianten werden dann mit 150 Grad im Backofen (zweitunterste Rille, Unter- und Oberhitze) "getrocknet". Zuerst 15 min mit einer etwas geöffneten Ofentüre (Holzkelle einklemmen) und dann nochmals 15 min mit geschlossener Türe. Sie sollten unten Füsschen haben, oben weiss sein und der Boden sollte etwas bräunlich sein. Noch heiss werden sie von Blech gehoben und auf einem Kuchengitter zum Auskühlen gesetzt. Tipp: ich verwende als Variante anstatt Anis oder Anisoel auch gerne Bergamott-Oel. Diese Abwandlung vom Original duftet dann wie die Appenzeller Spezialität "Appezöller Hosechnöpf". Beim Kauf eines Oeles unbedingt auf dessen Qualität und Eignung zum Verzehr achten, keine billigen, synthetischen Produkte verwenden! Für Kindergeburtstage oder als dekorative Überraschung kann der Teig auch mal eingefärbt werden (Achtung, bei der Flüssigkeitsmenge einrechnen). Mit Sanddorn, Randensaft oder eben mit Lebensmittelfarben. Seitenanfang
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